San Cristobal.- Leivin Guerrero, Abgeordneter der Opositionspartei PRD in der Dominikanischen Republik fordert ein neues Museum. Dies an sich waere ja nicht so kritisch, waere es nicht ein Museum fuer einen Massenmoerder in der Geschichte. Die Rede ist von General Rafael Leonidas Trujillo, der Mann, der sich 31 Jahre lang mit eiserner Hand an der Macht hielt (1930-1961).
General sagen die einen – Diktator die anderen. Und wie so haeufig in der Geschichte, hat auch dieser “schlimme Mensch” viele gute Dinge dem Land gebracht. Doch wie bei den meisten Diktatoren der Weltgeschichte, Genie und Wahnsinn lagen dicht beieinander und so kam Widerstand auf in der Geschichte der Dominikanischen Republik. Politische Gegner wurden von Trujillo ebenso schnell beseitigt wie die gehassten Inselnachbarn aus Haiti.
Aus dieser Zeit stammt noch das boese Spiel mit dem Wort “perejil” (Petersilie). Es reichte oft schon aus, wer das Wort nicht richtig aussprechen konnte, war als Haitianer identifiziert und wurde ermordet.
Und um genau diese strittigen und auch vielen unbekannten Dinge geht es dem Abgeordneten Guerrero. Viele Dominikaner kennen nicht mehr die Zeit der Diktatur, viele wissen nicht, wie alles einmal begann.
Darum soll ein Museum die Geschichte aus dieser Zeit aufleben lassen. Es ist keine Ruhmeshalle fuer einen Diktator, die der Abgeordnete sich wuenscht, er moechte ein Haus, in dem man die Geschichte wieder erleben kann, sich
in die Zeit versetzen kann und erkennt, welche Fehler begangen wurden. Fehler, die sich laut Guerrero nie mehr wiederholen sollen.
Das Museum soll unter dem Patriat des Kulturministeriums stehen und erfordert laut Planungen eine erste Initialzahlung in Hoehe von 8 Millionen RD$.
Standort des Museums soll die Stadt San Cristobal sein, dort, wo der Diktator geboren wurde und auch aufgebahrt wurde in einem Mausoleum.







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