Die Gewalt an Frauen erreicht ein schlimmes Niveau in der Dominikanischen Republik. Es handelt sich um ein gesellschaftliches Problem, welches sich ausweitet sogar auf das politische Leben, mit Parteien welche die Frauen unterdrücken, und ausser Acht lassen dass vom Gesetz her eine minimale Frauenquote festgelegt ist in den öffentlichen Ämtern. Diese Peitsche oder Geisel, hat seine Wurzeln in der Kultur des Machismus welches an dem Bild des Karibikstaates kratzt, sie könnte nur gekippt werden indem es zu einem Wechsel der Vernunft und des Gewissens kommt, des weiteren einer gesunden Dosis „politischen Wollens“ und die treue Erfüllung der herrschenden Gesetze, welche versuchen diese Probleme zu bekämpfen. Soweit die Aussagen der dominikanischen Abgeordneten Minou Tavaréz Mirabal.

Nicht selten werden Frauen von ihren Männern oder Exmännern umgebracht
Mirabal unterstrich während eines Interviews auf der Internationalen Buchmesse in Panama, dass der Machismus der in der Dominikanischen Republik herrsche, mittlerweile Höchstwerte angenommen hat – im Bereich der brutalsten Gewalt an Frauen.
Alle 1,5 Tage wird in dem Karibikstaat eine Frau ermordet, erläuterte die Abgeordnete der PLD, welche Teil der 20 Prozent Frauenanteil im dominikanischen Parlament darstellt, gesetzlich festgelegt sind 33 Prozent.
Damit stellt das Problem der Gewalt an Frauen die Höchste Quote an Strafanzeigen dar welche im Land gemacht werden, nämlich 24 Prozent aller Anzeigen. Gefolgt mit 15 Prozent von Diebstählen und 11 Prozent Raubüberfälle nicht selten mit Todesfolge.
Minou Tavaréz Mirabal ist die Tochter der dominikanischen Größe Minerva Mirabal, welche im Jahre 1960 zusammen mit ihren Schwestern Patria und Maria Teresa durch die Schergen des Diktators Trujillo ermordet wurde.
Heutzutage fehlt es grösstenteils an dem politischen Willen etwas zu unternehmen um den Kampf gegen die Gewalt an Frauen zu verstärken, im Gegenteil laut humanitären Hilfsorganisationen hat sich die Quote in den letzten Jahren sogar noch verschlechtert.
Die Problem liegen nicht an den Gesetzen, erläutert Mirabal, es fehlt an der mangelnden Bereitschaft, des politischen Wollens eine wahrhafte Demokratie mit verstärkten Frauenrechten umzusetzen.
Die Abgeordnete fügte hinzu, dass vonseiten der Parteien die weit unter der gesetzlich festgelegten Frauenquote immer mit dem „idiotischen“ Argument „es gäbe nicht genügend Frauen“ verteidigt wurde.
Die Probleme spiegeln sich jedoch auch in der Bildung und Erziehung in den Familien wider, hier herrschen zum Teil noch patriarchische Strukturen und Ansichten.
Frauen werden in diesem Land oftmals nicht respektiert, Männer haben oft mehrere Geliebte und möchten soviel Kinder als möglich zeugen. Um so mehr Kinder mit verschiedenen Frauen – um so „Mehr Mann“ – diese Anschauung ist in weiten Bevölkerungsschichten verbreitet. Das ist auch der Grund warum dominikanische Frauen oftmals einen Partner im Ausland suchen.






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